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Bandscheibenvorfall – Ursachen, Symptome & Behandlung

Bei starken oder akuten Rückenschmerzen fällt der Verdacht häufig auf einen Bandscheibenvorfall. Jedoch muss es sich dabei nicht zwingend um einen Bandscheibenvorfall handeln. Auch wenn der Schmerz vom Rücken aus ausstrahlt heißt dies noch nicht zwingend, dass Sie einen Bandscheibenvorfall haben.

Welche Symptome jedoch für eine Diagnose sprechen, welche Ursachen dahinter stecken und wie eine Behandlung aussehen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Was ist ein Bandscheibenvorfall?
  2. 2. Welche Symptome treten auf?
  3. 3. Wie lässt sich ein Bandscheibenvorfall behandeln?

1. Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Bandscheiben: Fehlhaltungen, längere einseitige Belastungen oder auch ein dauerhafter Bewegungsmangel kann zu Schäden an den Bandscheiben führen. Die Bandscheiben bestehen aus einem innerern Gallertkern, umgeben von einem harten Faserring.

Sie liegen zwischen den Wirbelkörpern und wirken deshalb wie eine Art Gelkissen. Diese dienen dazu, den Druck, der auf den Wirbeln lastet, aufzufangen und zu verteilen.

Bandscheibenvorfall: Wenn die Bauch- und Rückenmuskulatur zu schwach ist, um die Wirbelsäule ausreichend zu stabilisieren, können Bandscheibenschäden entstehen.

Bilden sich Risse im Faserkern, tritt die gallertartige Flüssigkeit aus und breitet sich im Gewebe aus. Die Folge ist ein Bandscheibenvorfall, der häufig stechende Rückenschmerzen hervorruft.

Lendenwirbelsäule: Am häufigsten betroffen ist der Lendenwirbelbereich bzw. die Lendenwirbelsäule (LWS). Auch der Übergang der Brust- zur Lendenwirbelsäule bis zum Kreuzbein kann betroffen sein. Seltener – dennoch ist es möglich – kommt es zu einem Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule (HWS).

2. Welche Symptome zeigt ein Bandscheibenvorfall auf?

Die häufigsten Symptome sind plötzlich, bei Belastung auftretende oder stärker werdende Rückenschmerzen. Daraufhin verhärtet sich die Muskulatur im betroffenen Wirbelsäulenbereich.

Ursachen: Die häufigsten Ursachen eines Bandscheibenvorfalls sind Fehlhaltungen, Fehlbelastungen und Bewegungsmangel. Auch Übergewicht, falsches Heben und langes, einseitiges Sitzen, z.B. am Schreibtisch verursachen diese Rückenschmerzen.

Der Alterungsprozess spielt hier ebenfalls eine Rolle. Je älter man wird, desto mehr verlieren die Bandscheiben an Elastizität. Durch zu schwache Muskeln und Verschleißerscheinungen im höheren Alter treten dabei Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal ein und üben Druck auf die darin liegenden Nerven aus.

Weitere Ursachen und Symptome finden Sie in unserem Artikel über Rückenschmerzen – Ursachen, Symptome und Behandlung.

Bei einem Bandscheibenvorfall des Lendenwirbelsäule (LWS) strahlt der Schmerz ins Gesäß oder Bein aus, so dass es teilweise auch im Bein kribbelt. Möglich sind auch teilweise Lähmungen der Beinmuskulatur.

Bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS) strahlt der Schmerz meist in den Nacken, manchmal in Arm, Hand, sowie den Hinterkopf aus.

Mögliche Symptome können auch Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Kältegefühl in Armen oder Händen sein. Im Extremfall können die Nervenstränge betroffen sein und deshalb ein Querschnittssyndrom mit Lähmungen und Sensibilitätsverlust auslösen.

3. Wie lässt sich ein Bandscheibenvorfall behandeln?

Diagnose: Für die Diagnose eines Bandscheibenvorfalls untersucht der Arzt den Patienten zunächst ausführlich nach seinen körperlichen Beschwerden. Mit Sicherheit lässt sich ein Bandscheibenvorfall erst durch eine Computertomografie (CT) oder Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) nachweisen.

Therapien: Bei bis zu 90 Prozent der Betroffenen hilft eine konservative Therapie. Meist verschwinden die Beschwerden sogar nach einigen Wochen vollständig. Schmerzlindernde Medikamente, Wärme, Lagerungsmaßnahmen und Physiotherapie sind mögliche Behandlungen. Eine Operation ist selten nötig, beispielsweise wenn die Therapie nicht hilft, die Schmerzen sich verstärken und sich nicht lindern lassen. Um sicherzugehen, welche Maßnahme geeignet ist, sollte immer eine genaue ärztliche Untersuchung durchgeführt werden.

Tipps zur Vorbeugung:

  1. Bewegung: Sport und Gymnastik stärken die Rückenmuskulatur und entlasten die Wirbelsäule. Auch Spaziergänge oder kurze Joggingrunden können einen Bandscheibenvorfall vorbeugen. Prinzipiell sind vor allem rückenfreundliche Sportarten – wie zum Beispiel Schwimmen oder Radfahren zu empfehlen.
  2. Rückengymnastik: Denken Sie an eine Mischung aus Prävention und Behandlung. Yoga, Krankengymnastik, Rückentraining zuhause oder Rückenübungen im Büro und Massage können helfen Beschwerden vorzubeugen.
  3. Richtige Haltung: Bei schweren Lasten sollte man auf die richtige Tragehaltung achten und sich rückenfreundlich bewegen. Keinen krummen Rücken, gehen Sie stets in die Knie!
  4. Ergonomie zu Hause: Die richtige Matratze trägt dazu bei, dass die Wirbelsäule nachts nicht in einer ungünstigen Haltung verharrt.
  5. Ergonomie am Arbeitsplatz: Achten Sie auf einen rückenfreundlichen Arbeitsplatz wie zum Beispiel einen ergonomischen Stuhl, die richtige Sitzhaltung und regelmäßiges Aufstehen, Strecken und Bewegen.