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Der Zusammenhang von Faszien und Rückenschmerzen

Eine physiotherapeutische Behandlung ist die häufigste Maßnahme bei Patienten mit Rückenschmerzen. Physiotherapeuten betrachten dabei immer häufiger die Faszien als Ursache der Beschwerden.

Doch was sind eigentlich Faszien? Welche Symptome deuten auf Faszien-Probleme hin und wie lassen sich Faszien trainieren und behandeln? Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über ein interessantes und aktuell stark diskutiertes Thema.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was sind eigentlich Faszien?
  2. Welche Symptome zeigen Probleme auf?
  3. Wie lassen sich Faszien trainieren und behandeln?

1. Was sind eigentlich Faszien?

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Band“. Er bezeichnet die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes, die den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen.

Dadurch sind sie ein Hauptbestandteil des Körpers. Hierzu gehören alle kollagenen faserigen Bindegewebe, insbesondere Gelenk- und Organkapseln, Sehnenplatten, Muskelsepten, Bänder und Sehnen.

Durch mangelnde Bewegung bei vorwiegend sitzender Lebensweise, Durchblutungsstörungen des Gewebes oder chronischen Verspannungen kann es durch Mangel an Collagenfasern zu Ballungs- und Klebevorgängen.

Muskelfaszien verkleben miteinander und die Strukturen verengen und verhärten sich zunehmend. Daher können diese Verklebungen verstärkt Rückenschmerzen hervorrufen.

 


2. Welche Symptome zeigen Probleme auf?

Wirkung auf die Muskulatur:

Die Muskeln nehmen 70-85% unseres Körpergewichts ein und sind somit unseren größten Energieverbraucher. Alle Muskelfasern des Körpers bilden dabei eine einzige Einheit mit dem Ziel, ein Gleichgewicht im Körper zu erzeugen.

Verklebte Faszien übertragen die Anspannung auf die Muskelfasern und können daher chronische Rückenschmerzen auslösen. Dabei können andere Strukturen, wie zum Beispiel die Nervenfasern, die in Muskeln eingebettet sind, beeinträchtigt und geschädigt werden, was zu extremen Schmerzen führen kann.

Wirkung auf das Nervensystem:

Zu jedem Zeitpunkt werden von den Tastkörperchen der Haut, den Muskelspindeln und den Propriorezeptoren, Rezeptoren, die die Körperbewegungen wahrnehmen, im Bindegewebe unendlich viele Informationen über Berührung, Druck, Schmerz, Muskeltonus, Stellung der Gelenke im Raum, Schwerkraft etc. gesendet.

Diese Informationen werden im Nervensystem dann als Emotionen und Wahrnehmungsgefühlen weiterverarbeitet. Die Bindegewebsfaszien sind daher ein wichtiger Funktionsbestandteil des Körpers.

Bei Muskelfaserverspannungen und Verklebungen können die Schmerzen auch das Nervensystem beeinflussen und beispielsweise Rückenschmerzen im Büro hervorrufen.

3. Wie lassen sich Faszien trainieren und behandeln?

Faszienrolle: Um vorzubeugen oder diese frühzeitig zu lösen, sollte man eine Faszienrolle benutzen. Ziel ist es die Struktur der Muskeln zu entspannen. Dabei können verschiedene Muskeln durch langsames Vor- und Zurückrrollen an den gezielten Stellen entspannt werden.

Den oberen oder unteren Rücken trainiert man am besten, durch langsame Rollbewegungen auf der Faszienrolle. Ebenfalls weden so angespannten Muskeln im seitlichen Rücken gelöst. Aus diesem Grund bauen viele Experten diese Übungen in Ihre Behandlungskonzepte für Physiotherapie bei Rückenschmerzen ein.

Mangelnde Bewegung ist die häufigste Ursache von Rückenschmerzen. Ein gesunde Lebensstil ist entscheidend. Als kleine Faustregel gilt: Jeden Tag sollte jeder Muskel einmal am Tag bewegt werden.

Auch das regelmäßige Einbauen von wenigen, dafür aber effektiven Rückenübungen hilft langfristig bei der Auflockerung häufig verspannter Muskelgruppen.

Rebalancing ist eine wirkungsvolle Methode zur Muskelumerziehung, denn neue Bewegungs- und Haltungsweisen mit eigener Körperarbeit können nur in dem Moment übernommen werden, wenn ein altes Muster ausgeschaltet oder aufgelöst ist – also im Zustand der Entspannung.

Hierbei nutzt das Rebalancing eine Technik der Massage. Dadurch wird das kollagene Bindegewebsnetz gezielt behandelt.