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Noch heute herrscht sehr viel Ungewissheit über Fibromyalgie. In diesem Artikel geht es um die alternative Behandlung dieser Krankheit. Wie Massagen und sonstige Maßnahmen dabei helfen können, erfahren Sie hier.

Fibromyalgie alternative Behandlung

Es ist ein Syndrom, das durch chronische und weit verbreitete Körperschmerzen, Müdigkeit, Taubheit und Kribbeln in den Gliedmaßen, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Lärm, Licht oder Temperatur, Muskelkrämpfe, Gedächtnisstörungen und „Brainfog“ gekennzeichnet ist. Wetter, Kälte und Zugluft, sowie hormonelle Schwankungen (Menstruation und Wechseljahre) verschärfen die Symptome. Bei einigen Patienten geht Fibromyalgie mit Depressionen, Angstzuständen und Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) sowie Osteoarthritis und rheumatoider Arthritis einher.

  1. 1. Diagnose
  2. 2. Medizinische Behandlung
  3. 3. Alternative Behandlung und Therapie
  4. 4. Ernährung zählt
  5. 5. Wie Massagen helfen können 
  6. 6. Welche Massagearten können helfen

Fibromyalgie: Diagnose

Das Leben mit Fibromyalgie kann manchmal eine große Herausforderung sein. Im jahr 1990 wurden die ersten diagnostischen Kriterien für Fibromyalgie festgelegt. Zuvor waren  Fehldiagnosen üblich – wenn es überhaupt eine gab. Die meisten Ärzte nahmen die Probleme ihrer Patienten (meist Frauen) nur langsam ernst. Zu deren Symptomen gehörten allgemeine Schmerzen, Müdigkeit und kognitive Probleme. Das American College of Rheumatology hat 2010/2011 und 2016 seine Richtlinien für die Diagnose überarbeitet. Auch heute noch, mit umfassender Aufklärung und Information über Fibromyalgie, sind die Diagnosen von bis zu zwei Drittel der Patienten falsch.

Etwa 90% aller Menschen mit Fibromyalgie sind Frauen, obwohl auch Männer und Kinder betroffen sein können. Diese Diskrepanz ist auf die Rolle des Östrogens zurückzuführen. Während Östrogen dazu neigt, Schmerzen zu unterdrücken, variiert die Östrogenproduktion einer Frau stark, mit der Ebbe und Flut ihres Menstruationszyklus, was zu mehr Schmerzen führt. Generell gelten Männer als unempfindlicher gegenüber Fibroschmerzen und neigen dazu, weniger und mildere Symptome zu bekommen. Ihre Beschwerden halten kürzer an und treten seltener auf.

Fibromyalgie: Medizinische Behandlung

Verschreibungspflichtige Medikamente sind oft die erste Behandlung, nach der Diagnose. Antidepressiva wie Lyrica/Pregabalin und Antianfall-Medikamente wie Cymbalta/Duloxetin werden, seit 2007, verschrieben und sollen auf das Nervensystem wirken, um die Schmerzimpulse auf die Muskeln zu reduzieren.

In einigen Fällen, wenn die ersten Behandlungen nicht wirksam waren, verschreiben Ärzte, insbesondere in Kombination mit anderen Medikamenten/Therapien, Opioid-Medikamente. Neue Studien zeigen, dass bestimmte Viren wie Herpes, entweder als primäre oder sekundäre Ursache, zur Fibromyalgie beitragen können. Behandelt man mit antiviralen Medikamenten, so berichten viele Patienten von einer signifikanten Verbesserung ihrer Symptome. Doch was ist die alternative Behandlung?

Fibromyalgie: Alternative Behandlung und Therapie

Komplementäre und alternative Behandlungsmethoden für Fibromyalgie, sind fast so vielfältig, wie die einzelne Patienten selber. Diese reichen von der Akupunktur bis zur Zen-Meditation. Da Stress der häufigste Auslöser für Fibromyalgie-Ausbrüche ist, empfehlen viele Ärzte – neben oder anstelle von Medikamenten – eine kognitive oder Verhaltenstherapie. Auch Akupunktur, die sich in einer aktuellen Studie als besonders effektive Gruppentherapie erwiesen hat, bietet eine alternativ Behandlung. Zu den weiteren Methoden der Stressreduktion gehören: Wassertherapie, Meditation und Yoga.

Fibromyalgie: Ernährung zählt

Lebensmittel haben einen signifikanten Einfluss auf Fibromyalgie-Symptome. Oft wird es empfohlen, alle künstlichen Süßstoffe, Konservierungsstoffe, Koffein, Zucker und GVO-Lebensmittel, vom Teller zu räumen. Dafür sprechende Anekdoten gibt es genügend–von Blogbeiträgen und YouTube-Videos, bis hin zu Büchern. Beschäftigt man sich mit diesen wird es deutlich, die Wirkung von Lebensmitteln ist für jeden einzigartig, da wir alle auf unsere eigene Weise, auf unterschiedliche Nahrungsmittel reagieren.

Fibromyalgie: Wie Massagen helfen können

Massagen bieten eine wirksame alternativ Behandlung, die Symptome von Fibromyalgie und die Häufigkeit von Ausbrüchen, zu verringern. Massage-Therapie wirkt direkt auf die drei Systeme im Körper, die am stärksten betroffen sind: Muskeln, Bindegewebe und das Nervensystem. Massagen erwärmen und beruhigen die Muskulatur und erhöhen dabei die Durchblutung des Körpers. Massagebewegungen transportieren Stoffwechselprodukte und Entzündungschemikalien aus dem Gewebe in den Blutkreislauf, um sie durch die Nieren zu entsorgen.

Bindegewebe, auch Faszie genannt, umschließt unsere Knochen und webt sich durch jeden Muskel des Körpers. Bewegung aktiviert das Bindegewebe und fördert die Durchblutung, um flexibel zu bleiben. Menschen mit dieser Krankheit setzen Bewegung oft mit Schmerzen gleich und schränken häufig, aus diesem Grund, ihre Bewegungen ein. Leider führt die oben beschriebene Natur des Bindegewebes dazu, dass es an Flexibilität verliert, wenn es nicht bewegt wird. Massagen bewegen die Faszien manuell, wodurch die Beweglichkeit dieses lebenswichtigen Gewebes, erhöht wird und die Schmerzen oft verringert werden.

Das Nervensystem spielt bei Fibromyalgie eine wesentlich Rolle, denn Stress trägt zum Großteil der Ausbrüche bei. Massagen unterstützen die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems und entspannen somit den Körper. Gleichzeitig, werden beruhigende Neurotransmitter freigesetzt. Massagetherapeuten sind oft von Natur aus aufmerksam und voller Mitgefühl. Ihre konzentrierte Präsenz schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Erleichterung. Dies hat zufolge, dass die parasympathische Reaktion, des zu Massierenden, vertieft wird.

Fibromyalgie: Welche Massagearten können helfen

Welche Massagearten sind eine effektive alternativ Behandlung von Fibromyalgie? Genauso wie es nicht nur eine einzige Ursache für Fibromyalgie Ausbrüche gibt, gibt es auch nicht die eine Massageart, die für jeden wirksam ist. Der Massagetherapeut und der Klient müssen als Team zusammenarbeiten, um die beste Kombination aus Technik, Druck und Atmosphäre zu ermitteln.

Der Druck ist vermutlich die erste Komponente die vorschreibt, welche Massageart man auswählt. Es gibt Kunden, die empfindlich, auf die leichtesten Berührungen, reagieren. Für diese, wirkt die die sanfte schwedische Massage als entspannend und erholsam. Einige Kunden hingegen, bevorzugen einen stärkeren Druck, mehr Muskelmanipulation und sogar tiefere Gewebetechniken, wie die von der Deep Tissue Massage. Es ist daher wichtig, dass der Klient und der Masseur, während der Massage kommunizieren, um den optimalen Grad an Komfort zu erreichen.

Die Wirkung der Massage

Sobald ein ausgewogenes und effektives Druckniveau gefunden ist, steigt das Potenzial zur Schmerzlinderung. Myofasziale und Active-Release-Techniques,  wirken tief im Bindegewebe und können sehr hilfreich sein. Triggerpunkt- und neuromuskuläre Therapien setzen unterschiedliche Druckniveaus ein. Diese beziehen aber immer die Aktivierung schmerzhafter Bereiche mit ein, um effektiv zu wirken, weshalb dieser Ansatz bei weitem nicht für jeden Kunde geeignet ist.

Gelegentlich stellen einfache Dehnungen und Bewegungsabläufe die beste Wahl zur Schmerzlinderung dar. Kunden können auch von einer Massage profitieren, die nicht direkt an den betroffenen Stellen ausgeführt wird, wie z.B. Fußreflexzonenmassage und Craniosacraltherapie. Diese werden manchmal von Kunden bevorzugt, die sehr empfindlich auf Druck reagieren.

Kälte wird des Weiteren auch verwendet, um die Wirksamkeit der Massagen zu erhöhen. Kalte Handtücher, Eisbeutel, Eismassage und kalte Steine sind Beispiele möglicher Optionen. Manche Kunden hingegen mögen es heiß – Tischheizungen, Wärmepackungen/Handtücher, Wärmflaschen, heiße Steine und sogar Wärmelampen – kommen hier zum Einsatz.

Bei einer Massage kommt es oft auf die Umgebung, sowie die Atmosphäre an. Eine Massage zu Hause bedeutet, dass der Kunde die Musik (oder Stille), die Beleuchtung und die Raumtemperatur wählen kann, um eine individuelle Raumatmosphäre zu schaffen.