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Gelenkschmerzen: Welche Probleme gibt es?

Wenn Gelenke Industrieerzeugnisse wären, dann würde die herstellende Firma vermutlich pleite sein. Denn trotz der ständige Belastung, der unsere Bindeglieder ausgesetzt sind, begleiten sie uns das gesamte Leben und müssen nur in Notfällen ersetzt werden. Doch die allgemeine Belastbarkeit unseres Körpers bedeutet nicht, dass keine weiteren Probleme wie chronische Rückenschmerzen und Gelenkentzündungen auftreten werden.

Letztendlich besitzt der Körper über 100 Gelenke und über 350 Verbindungen. Diese tragen viel Verantwortung. Sie unterstützen unseren Körper bei der Fortbewegung. Umso schlimmer ist es, wenn wir unter Gelenkschmerzen leiden.

Aufgrund der vielen potenziellen Schwachstellen, ist es beinah unmöglich ohne schmerzende Gelenke oder wiederkehrenden Wehwehchen durchzukommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwann mit gängigen Erscheinungsformen von Gelenkschmerzen oder rheumatischen Erkrankungen betroffen wird, ist hoch und steigt gerade bei älteren Menschen.

Da wir (fast) alle irgendwann mit diesem Schicksal konfrontiert sein werden, lohnt es, die wichtigsten Ursachen von Gelenkschmerzen sowie Behandlungsoptionen nachzulesen.

  1. 1. Welches Gelenk schmerzt am häufigsten?
  2. 2. Gelenkschmerzen: Weshalb bekommt man Arthrose?
  3. 3. Arthrose: Was tun wenn die Gelenke schmerzen?
  4. 4. Warum entsteht Rheuma?
  5. 5. Wie wird Rheuma behandelt?

Welches Gelenk schmerzt am häufigsten?

Das Gelenk, das am häufigsten schmerzt, ist auch das größte im ganzen Körper. Dass das Knie die häufigste Problemstelle ist, überrascht vermutlich kaum. Denn dieses muss nahezu das gesamte Gewicht unseres Körpers tragen. Dementsprechend gibt es viele Beschwerden, die man im Kniebereich zu spüren bekommt. Weshalb Gelenkschmerzen im Knie oft die Folge einer Verletzung sind. Diese kann entweder einen klaren Ursprung haben oder das Resultat eines chronischen Problems sein.

Eine chronisch Krankheit, der man auch früh im Leben begegnen kann, ist das Pattelofemorale Schmerzsyndrom. Oft wird es mit einer Sehnenentzündung oder Chondropathia patellae verwechselt und ist in den meisten Fällen auf ein sehr aktives Sportleben zurückzuführen. Insbesondere Rennradfahrer, Basketballer sowie Jogger leiden hierunter. Darum wird das Syndrom im englischsprachigen Raum „Runner’s Knee“ genannt.

Das typische Symptom eines Patteloformalen Schmerzsyndroms, ist ein dumpfer, ziehender Schmerze auf der Kniescheibe. Außerdem taucht dieser beim Treppengehen, Laufen oder im Sitzen auf. Krepitation—oder das hör- bzw. fühlbare Aneinanderreiben der Gelenke, ist ein weiteres Symptom. Die Behandlung hierzu ist meistens sehr konservativ und kann ohne eine Operation durchgeführt werden. Aus diesem Grund werden zumeist Ruhe sowie ein Übungsprogramm mit dem Ziel, die Muskeln zu stärken, verordnet.

Gelenkentzündungen sowie Arthrose und Rheuma sind weitere typische Erkrankungen, die man mit dem Knie verbindet. Diese kommen nicht ausschließlich im Kniebereich vor, sondern betreffen viele andere Gelenke. Aber wie entstehen Gelenkschmerzen überhaupt? Und wie behandelt man diese? Nachfolgend finden sich die gängigsten Gelenkprobleme. Außerdem zeigen wir Ihnen einige Optionen zur Linderung dieser Schmerzen.

Weshalb bekommt man Arthrose?

Es gibt viele verschiedene Auslöser für Gelenkschmerzen. Diese Reichen von sehr ernsthaften medizinischen Beeinträchtigungen wie Knochenkrebs oder der Borreliose – bis hin zu eher chronischen Beschwerden, wie Gelenkentzündungen oder Arthritis.

Arthritis beschreibt das generelle Vorkommen von Entzündungen im Gelenk. Jedoch ist der Überbegriff hierfür Arthrose. Auch bekannt unter der laienhaften Bezeichnung „Gelenkverschleiß“, beschreibt diese Erkrankung den graduellen Abbau von Knorpel und dem darunterliegenden Knochen. Während Arthrose in der Entwicklungsphase nicht unbedingt als schmerzhaft gilt, kann sie im Endstadium zu sehr akuten Schmerzen führen.

Das Risiko Arthrose zu bekommen steigt mit dem Alter. Denn die Knorpelzellen verlieren im Laufe des Lebens die Fähigkeit neues Gewebe zu bilden und sich zu regenerieren. Fettleibigkeit und Überlastung der Gelenke durch Unfälle sind weitere Risikofaktoren für Arthose.

Was tun wenn die Gelenke schmerzen?

Neben Schmerzen sowie der allgemeinen Versteifung im betroffenen Gelenk gehören Gelenkergüsse zu den typischen Symptomen einer Arthrose.

Prinzipiell gibt es viele Therapien zur Behandlung des Gelenkverschleißes. Zum Beispiel sind dies konservative Methoden, wie Kälte- und Wärmetherapie sowie Elektrotherapie und Akupunktur. Außerdem bieten Massagen dem Patienten eine zusätzliche Möglichkeit zur Linderung der Schmerzen. Indem die Muskeln um das betroffene Gelenk entspannt werden, wird die Durchblutung angeregt. Wie bei Problemen mit dem Rücken, tragen Massagen des Weiteren dazu bei, die Gelenkbeweglichkeit zu steigern und die Steifigkeit zu reduzieren.

Warum entsteht Rheuma?

Um die genaue Definitionen der Begrifflichkeiten im Bereich der Gelenke herrscht Unklarheit. Obwohl es eindeutig ist, dass es hierbei um Stichwörter wie Arthrose, Arthritis und Rheuma geht, sind die genaue Unterschiede nicht immer einfach zu merken.

Während Arthritis als der generelle Oberbegriff für Erkrankungen in den Gelenken gilt, ist Rheuma als ein Synonym für Rheumatoide Arthritis zu verstehen. Dabei wird Rheuma meistens nur umgangssprachlich verwendet, denn Mediziner haben ein ganz anderes Verständnis von dem Begriff und verweisen hiermit auf eine Vielzahl an Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

Ist soweit klar, dass es sich in diesem Bereich um mehrere Begrifflichkeiten handelt, kann nun etwas Licht ins Dunkel um das Thema Rheuma oder Rheumatoide Arthritis gebracht werden. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung, die neben Gelenken auch anderen Körperteilen (Haut, Lunge, Augen, Blutgefäße etc.) beeinträchtigt. Im Gegensatz zu Arthrose, bei der es sich um den Abbau des Knorpels und der Knochenenden handelt, ist Rheumatoide Arthritis das Produkt eines Angriffs des eigenen Körpers auf sich selbst.

Hierbei greift das Immunsystem das Gewebe im Körper an, was zu Knochenverschleiss und Verkrümmungen in den Gelenken führt. Erscheinungen dieser Autoimmunerkrankung äußeren sich in warmen, geschwollenen und schmerzempfindlichen Gelenken, die insbesondere am Morgen und Abend steif werden.

Wie wird Rheuma behandelt?

Obwohl man bereits weiß, dass die Ursache der Krankheit auf das Immunsystem zurückzuführen ist, bleibt der Auslöser für die häufigste Form einer entzündlichen rheumatischen Erkrankung ungeklärt. Zwar gibt es Studien, die Hormone, aber auch Faktoren wie Ernährung als mögliche Ursache nennen. Weitere mögliche Auslöser von rheumatoider Arthritis sind bakterielle Infektionen sowie Viren.

Eine Heilung von rheumatoider Arthritis ist bisher nicht möglich. In der Schulmedizin erfolgt die Behandlung oft durch eine Basistherapie mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten (disease-modifying anti-rheumantic drugs). Diese lindern die Symptome der Erkrankung. Zudem wird das Fortschreiten der Gewebezerstörung eingedämmt.

Der Einsatz entzündungshemmender Medikamenter, wie nicht steriodialen Antirheumatika (NSAR), ist eine weitere Therapie, um Symptome wie Entzündungen und chronische Schmerzen zu mindern. Ähnlich wie bei der Arthrose, sind Massagen auch bei Rheuma-artigen Krankheiten Behandlungsoptionen. Dabei geht es darum, die Symptome und chronische Schmerzen zu lindern. Auch hier helfen Massagen Versteifungen und Schmerzen in entzündeten Gelenken zu verringern.