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Lymphdrainage im Gesicht

 

Hat man eine Erkältung oder befindet man sich im Heilungsprozess nach einer Operation, dann kann es zu Schwellungen der Haut führen. Auch das Gesicht kann, aufgrund von Flüssigkeitsablagerungen, anschwellen. Eine Lymphdrainage im Gesicht ist eine mögliche Maßnahme, um der Ablagerung von Flüssigkeiten effektiv gegenzusteuern. Das Ziel hierbei ist es, den Transport dieser Flüssigkeit über die nächstliegenden Lymphknoten und Lymphgefäße anzuregen. Um diese Behandlung zu verstehen, lohnt sich ein kleiner Exkurs in die menschliche Anatomie.

  1. Das Lymphsystem verstehen
  2. Lymphdrainage im Gesicht: Wie geht das?

Lymphdrainage im Gesicht: Das Lymphsystem verstehen

Will man das Lymphsystem verstehen, muss man mit dem Herzen anfangen, denn es gehört letztendlich zum Kreislaufsystem. Unser Herz pumpt Blut mit dem Ziel, dass der Körper u.a. mit Sauerstoff versorgt wird. Das Blut fließt durch unsere Adern ins Kapillarbett. Dort befinden sich die kleinsten Blutgefäß im Körper. Diese sind für die Versorgung der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen unerlässlich. Bis das Blut durch das Kapillarbett kommt, geht der Sauerstoff verloren, weshalb es dann zum Herzen zurückfließt. Hier fängt der Prozess wieder an, nachdem das Blut wieder über die Lungen geflossen ist und erneut mit Sauerstoff versorgt wurde.

Der Druck mit dem das Blut durch den Körper fließt führt dazu, dass Flüssigkeit aus den Venen gepumpt wird. Hier schaltet sich das Lymphsystem ein. Denn dies ist dafür Zuständig, diese zusätzliche Flüssigkeit abzufangen und wieder zurück ins Blut zu bringen. Auf dem Weg zurück in das Kreislaufsystem werden Schadstoffe von den Lymphknoten aufgenommen. Dieses System sorgt dafür, dass es zu keinen Schwellungen kommt und unterstützt den Körper bei der Abfallentsorgung.

Lymphdrainage im Gesicht: Wie geht das?

Insgesamt werden jeden Tag ca. 3 Liter an Lymphflüssigkeit durch den Körper transportiert. Falls diese Flüssigkeit aufgrund eines Lymphstaus nicht zurück in das Kreislaufsystem kommt, bilden sich Schwellungen. Diese können an allen Körperteilen vorkommen. Hier kommt die Lymphdrainage zum Einsatz. Das Ziel bei einer Lymphdrainage im Gesicht ist es, die Durchblutung wieder anzuregen und den Transport von Lymphflüssigkeit zu fördern. Um dies zu schaffen, geht der Therapeut wie folgt vor:

  • Zuerst beginnt der Therapeut die Schultern zu massieren, da die Flüssigkeit durch den dort befindlichen Venenwinkel in den Körper zurückfließt.
  • Anschließend werden die Lymphknoten im Nacken durch sanftes Reiben aktiviert.
  • Der Massagetherapeut fängt an, die Gefäße an Kinn und Wangen zu massieren.
  • Anschließend beginnt der Massagetherapeut mit der Massage des Zielbereichs – in diesem Fall der Augenlider.

Wie bei allen Behandlungsmethoden, sollte man erst im Vorab prüfen, ob eine Lymphdrainage im Gesicht die richtige Vorgehensweise darstellt. Bei anderen Lymphdrainage Ansätzen wie bspw. einer Lymphdrainage des Beins oder sonstiger Gliedmaßen, können Gesundheitsprobleme wie Thrombosen, Infektionen oder Herzschwächen eine Gefahr darstellen.