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Muskelkrämpfe: Ursache, Behandlung und Prävention

Das Gefühl kennt fast jeder: Nach einer ordentlichen Runde Sport spürt man plötzlich in den Waden, Füßen oder Oberschenkeln ziehende Schmerzen. Dringend beginnt man Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um die schmerzhafte Situation zu lindern. Es wird gerieben und gedehnt (und manchmal auch geflucht), damit das unangenehme Gefühl möglichst schnell nachlässt – man hat Muskelkrämpfe.

Aber was sind Muskelkrämpfe? Und wie entstehen sie überhaupt? In diesem Text erklären wir, welche Ursachen Muskelkrämpfe haben und wie man sie behandeln kann.

  1. 1. Was sind Muskelkrämpfe?
  2. 2. Ursache
  3. 3. Behandlung

Begriffserklärung: Was sind Muskelkrämpfe?

Bei Muskelkrämpfen spricht man von einer plötzlichen und willkürlichen Kontraktion einzelner oder mehrerer Muskeln. Besonders bei heißem Wetter treten diese oft nach langen Belastungen oder intensiver körperlicher Arbeit auf. Außerdem können Krämpfe eine Folge des langen Sitzens sein. Des Weiteren können sie im Schlaf (meistens in den Waden) oder nach Einnahme bestimmter Medikamenten passieren.

Obwohl man meistens an Muskelkrämpfen in den Füßen und Beinen leidet, können diese in jedem Skelettmuskel vorkommen. Muskelkrämpfe können Teilen eines Muskels, einen ganzen oder auch mehrere Muskeln, die normalerweise zusammenwirken, betreffen. Vor allem schwangere Frauen sowie ältere Menschen und Kinder tendieren dazu, an diesen schmerzhaften Spannungen zu leiden.

Muskelkrämpfe: Ursache

Ein zu geringer Gehalt an Kalium, Kalzium oder Magnesium, in der Ernährung, kann zu Beinkrämpfen führen. Insbesondere bei Magnesium und Kalium wird angenommen, dass ein unausgeglichener Spiegel dieser Mineralen die Erregbarkeit der Nervenenden und Muskeln direkt erhöht.

Mögliche Ursachen:

Bei schwangeren Frauen wird oft angenommen, dass die Kalium-, Kalzium- und Magnesiumarmut auf den wachsenden Fötus zurückzuführen ist, was zu Krämpfen führt.

Mangelnde Durchblutung in den Beinen führt dazu, dass während des Sports zu wenig Sauerstoff durch die Muskeln zirkuliert. Dies führt wiederum zu einer Übersättigung von Milchsäure, die zu krampfartigen Schmerzen führt. In den meisten Fällen, hören diese Schmerzen nach einer Pause auf.

Häufig wird angenommen, dass Austrocknung Muskelkrämpfe auslöst. Bei einem mangelnden Wasserhaushalt gehen wichtige Flüssigkeiten und Elektrolyten verloren, was wiederum die Erregbarkeit der Nerven im Körper erhöht.

Bestimmte Medikamente, wie bspw. Diuretika (führt zur Ausschwemmung von Wasser durch verstärkte Harnerzeugung) oder Nifedipine für hohen Blutdruck können auch zu Muskelkrämpfen führen.

Muskelkrämpfe: Behandlung

In den allermeisten Fällen können Muskelkrämpfe durch Selbsthilfemaßnahmen gelöst werden. Hierbei empfiehlt es sich einen Blick auf die vier “Bs” zu achten:

  1. Beugen: Bei Wadenschmerzen oder Krämpfe in den Beinen, sollte man sich erst hinsetzen, nach den Zehen greifen und den Oberkörper Richtung Schienbein bewegen.
  2. Bewegen: Falls die Krämpfe im Liegen oder im Schlaf ausgelöst werden, sollte man aufstehen und schnell herumgehen.
  3. Bearbeiten: Sanfte Massagen helfen Muskelkrämpfe zu lindern, indem sie die Durchblutung anregen und Verspannungen lösen.
  4. Brausen: Eine Wechseldusche (warm / kalt) regt ebenfalls die Durchblutung an und lindert somit Spannungen in betroffenen Gliedmaßen.

Neben diesen Behandlungsmethoden kann man Muskelkrämpfen auch vorbeugen. Hier empfiehlt es sich genügend Wasser zu trinken und Warm-Up- sowie Cool-Down-Übungen zu machen. Des Weiteren lohnt es sich Nährstoffe mit vielen elektrolythaltigen Sportgetränke zu verzehren. Hier bieten sich bspw. Bananen oder Sportgetränke wie Gatorade an.