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Nervenschmerzen: Ein Begriffserklärung

Ob es sich um einen gestoßenen Zeh, blauen Fleck oder eine Platz- oder Brandwunde handelt, doch eine Sache kann man sich sicher sein: Wird der Körper einer Situation ausgesetzt, bei der das Körpergewebe geschädigt wird, werden Schmerzen verursacht. Und das ist gut so. Denn auch wenn es manchmal sehr unangenehm sein mag, Schmerzen dienen einem wichtigen Zweck. Sie helfen einen, sich aus schädlichen Situationen zurückzuziehen, verletzte Körperteile zu schützen, während sie heilen und ähnliche Erfahrungen in der Zukunft zu meiden. Doch was ist, wenn die Schmerzen von den Nerven selbst stammen? In diesem Text werden die Ursachen, Symptome und Erscheinungsarten von Nervenschmerzen erläutert.

  1. Was sind Nervenschmerzen 
  2. Neuropathie: Wie sieht eine Behandlung aus?

Was sind Nervenschmerzen?

Nervenschmerzen sind Schmerzen, die als Folge einer Beschädigung oder Erkrankung der Nerven vorkommen. D.h., dass diese Art von Schmerzen nicht von einem äußeren Reiz verursacht werden, sondern von den Nerven selbst. Gewöhnliche Symptome von Nervenschmerzen sind u.a. ein brennendes, stechendes oder ziehendes Gefühl an den betroffenen Stellen, sowie das Auftreten eines Taubheitsgefühl. Das Nervensystem wird in zwei verschiedene Bereiche unterteilt: Das Zentralnervensystem und das periphere Nervensystem. Das zentrale Nervensystem beschreibt den aus dem Gehirn und Rückenmark bestehenden Teil des Körpers. Das periphere Nervensystem umfasst – grob gesagt – die restlichen Nerven im Körper, die sich außerhalb des zentralen Nervensystems befinden.

Periphere Nervenschmerzen: Begriffsklärung, Ursachen

Das periphere Nervensystem besteht aus drei verschiedenen Nervenarten. Nervenschmerzen, die als Folge einer Krankheit oder Verletzung auftreten, können eine oder alle drei dieser Nervenarten beeinträchtigen. Folgende drei Nevenarten gibt es:

  • Sensorische Nerven: Diese Nervenarten übertragen Informationen von Außen (bswp. Hitze, Kälte, Schmerzen) an das Zentralnervensystem.
  • Motorische Nerven: Diese Nervenarten sind für die Bewegung der Muskulatur verantwortlich.
  • Autonome Nerven: Diese Nervenarten regeln die Blutdruck- sowie Blasenfunktion.

Neben den Erscheinungen oben, gehören weitere Symptome zu dieser Art von Nervenschmerzen, wie z.B.:

  • Verlust des Gleichgewichts oder der Koordination
  • Abfall des Blutdrucks
  • Verstopfungen
  • Engegefühl um die Armen und Beinen

Es gibt viele Auslöser für neuropathische Schmerzen. Es existieren über 100 verschiedene Arten von peripheren Nervenschmerzen und jede davon hat einzigartige Symptome, die ihre entsprechende Behandlungen fordern. Einige der gängigsten Ursachen neuropathischer Schmerzen, im peripherischen Nervensystem, sind:

  • Alkoholismus: Wer an Alkoholismus leidet und sich gleichzeitig schlecht ernährt, kann einen Vitaminmangel bekommen. Ein Mangel an B12 Vitaminen kann wiederum zu Nervenschmerzen führen.
  • Autoimmunerkrankungen: Arthritis, Lupus sowie andere chronische-entzündliche Krankheiten sind mögliche Auslöser von Nervenschmerzen.
  • Diabetes: Jeder zweite, der an Diabetes leidet, entwickelt im Laufe des Lebens Nervenschmerzens.
  • Erbkrankheiten: Störungen wie die Charcot-Marie-Tooth-Krankheit sind hereditäre Erscheinungsformen der Neuropathie.
  • Giftstoffe: Schwermetalle oder Chemikalien können zu einer Neuropathie im peripherischen Bereich führen.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente – bspw. diejenigen, die im Laufe einer Chemotherapie-Behandlung eingesetzt werden, können Nervenschmerzen auslösen.
  • Infektionen: Einige virale sowie bakterielle Infektionen wie Borreliose, Gürtelrose, Epstein-Barr-Virus, HIV usw. werden mit Nervenschmerzen assoziert.
  • Tumore: Wucherungen, krebsartig (bösartig) und nicht krebsartig (gutartig), können sich auf den Nerven bilden oder die Nerven beeinträchtigen.
  • Unfälle: Traumata, die bspw. durch Autounfälle oder Sportverletzungen verursacht werden, können periphere Nerven durchtrennen oder schädigen.

Quelle: Mayo Clinic

Neuropathie: Wie sieht eine Behandlung aus?

Die Behandlung der Neurotherapie hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Hierzu gehören eine Reihe von verschiedenen medikamentösen sowie therapeutischen Behandlungsmethoden. Insbesondere werden Antikonvulsiva (häufig zur Behandlung oder Verhinderung von epileptischen Anfällen eingesetzt) und Psychopharmaka wie Antidepressiva verwendet, um Schmerzen zu lindern. Nicht-Steroide, entzündungshemmende Arzneimittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können sich laut manchen Studien auch als wirksam gegen Neuropathie erwiesen.

Nervenschmerzen und Massagen

Generell gelten Massagen als vielversprechend bei der Behandlung von einer Reihe von Schmerzen – chronisch bedingte und sonstige. Beispielsweise können Massagen Beschwerden lindern, die aufgrund von Arthritis, Gelenkschmerzen oder Verletzungen auftreten. Bei einem Ansatz gegen neuropathische Schmerzen, empfiehlt es sich jedoch im Vorfeld mit einem Arzt oder sonstigen Expert zu reden, denn Neuropathie ist oft auch mit Hypersensibilität (auch Überempfindlichkeit genannt) verbunden.

Trotz dieser Tatsache, können Massagen Studien zufolge bei sorgfältiger Anwendung eine deutliche Schmerzlinderung bieten. Z.B. bei einer Studie zur Untersuchung der Auswirkungen von Aromatherapie-Massagen, gaben die Teilnehmer an, dass Massagen zu einer signifikanten Reduktion ihrer Schmerzen führten.