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Schlafstörungen bei Rückenschmerzen

Starke Rückenschmerzen, egal ob sie akut auftreten oder chronisch sind, bereiten oftmals schlaflose Nächte. Betroffene leiden oft an einem empfindlichen und unruhigen Schlaf. Doch was hilft gegen Schlafstörungen bei Rückenschmerzen? Welche Ursachen können zu Schlafstörungen führen? Mehr zu Schlafstörungen bei Rückenschmerzen erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Ursachen haben Schlafstörungen bei Rückenschmerzen?
  2. Was hilft gegen Rückenschmerzen bei Schlafstörungen?

1. Welche Ursachen haben Schlafstörungen bei Rückenschmerzen?

Allgemeine Ursachen: Meist rauben bereits bestehende Rückenschmerzen Betroffenen den Schlaf. Die Rückenbeschwerden können durch Muskelverspannung auftreten. Diese werden meist durch Bewegungsmangel, Fehlhaltung, Überlastung oder psychische Ursachen wie Stress hervorgerufen. Oftmals kommen Rückenschmerzen auch in der Schwangerschaft vor.

Ein weiterer Grund können Rückenprobleme aufgrund bestimmter Krankheiten unterliegen. Das sind zum Beispiel Entzündungen oder auch chronische Erkrankungen. Mehr zu den vielfältigen Ursachen lesen Sie in unserem Artikel „Rückenschmerzen – Ursachen, Symptome und Behandlung“.

Schlafmangel: Schlafmangel oder ein flacher, zerhackter Schlaf mit häufigen Wachphasen, können Rückenschmerzen verursachen. Der mangelnde Tiefschlaf schwächt den Körper, wodurch dieser anfälliger für Schmerzen wird.

Schlafstörungen können wiederum durch psychische Ursachen, wie Stress, Depressionen oder Angstzustände entstehen. Dabei kann sich ein Teufelskreis aus Schlafmangel, Übermüdung und Schmerzen bilden, wenn nicht auf die Qualität des Schlafs geachtet wird.

Schlafunterlage: Manchmal kann es an Ihrem Bett, der Matratze oder dem Sofa liegen, auf dem Sie schlafen. Deshalb kann eine zu harte oder zu weiche Matratze Rückenbeschwerden auslösen.

Dabei sind Sofas auch eher ungeeignet, da es im Gegensatz zu einer Matratze mit Lattenrost nicht ergonomisch und flexibel ist. Auch das Gewicht der Person auf der Schlafunterlage spielt hier eine Rolle.

Folgen: Die Folgen einer schlaflosen und kurzen Nacht sind vielfältig. Müdigkeit, Unkonzentriertheit, eine geringere Leistungsfähigkeit im Job und Alltag, Erschöpfung und Lustlosigkeit, fehlende Motivation und Energie können auftreten.

2. Was hilft gegen Rückenschmerzen bei Schlafstörungen?

Bewegung: Es gibt viele Behandlungsmethoden für Rückenschmerzen, die je nach Variation der Schmerzen angewendet werden sollten. Im Vordergrund der Behandlung steht sowohl bei akuten als auch bei chronischen Rückenschmerzen aktive Bewegung, soweit das die Schmerzen zulassen.

Diese dient hierbei sowohl zur Schmerzbehandlung als auch zur Prävention. Mehr Tipps finden Sie in unserem Artikel über effektive Rückenübungen bei Rückenschmerzen.

Fitness: Dazu gehören im weiteren Sinne eine bewegungsreiche und gesunde Lebensweise. Fitness, Sport, Spaziergänge oder Krankengymnastik können die Rückenmuskulatur wieder entspannen und stärken.

Physiotherapie versucht hierbei die Beweglichkeit zu verbessern, die Rumpfmuskulatur zu stärken und die Wirbelsäule zu stabilisieren. Wichtig ist, dass stets ein Therapeut die Behandlung durchführen sollte. Hierbei können auch entspannende Elemente wie Yoga eingebaut werden.

Schlafunterlage: Ein richtig gebetteter Rücken ist wichtig. Folglich sollte eine passende Matratze vorhanden sein. Sie sollte nicht zu hart, nicht zu weich sein. Zudem sollte das Bettklima aus natürlichen Materialien, wie Schafschurwolle, bestehen und trocken-warm sein.

Ein Kissen mit orthopädisch-anatomen Passform ist zu empfehlen. Auch sollte ein Lattenrost benutzt werden, das eine flexible Struktur enthält. So wird die Unterlage nicht zu hart und das Liegen nicht zu flach. Flexibilität ist der Hauptfaktor für gesundes Liegen.

Schlafqualität & Schlafdauer: Um einen Teufelskreis aus Schlaflosigkeit und Rückenschmerzen zu vermeiden, sollte stets auf die Schlafqualität und die ideale Schlafdauer geachtet werden.

Wichtig für einen erholsamen Schlaf sind 6 bis 8 Stunden Schlaf und der gesunde Ablauf aus den Phasen Traumschlaf, Leichtschlaf und Tiefschlaf bzw. Traum- und REM-Schlaf (Rapid Eye Movement).

Dabei sollte Tiefschlafmangel vermieden werden, da dies das Hauptproblem von Rückenschmerzen bei Schlafstörungen ist. Beim Traumschlaf oder auch REM-Schlaf sind die Muskeln besonderes entspannt. So helfen Massagen die Muskeln zu lockern und unterstützen beim Einschlafen.

Kinesio Tape und Medical Flossing: Mit Taping und Flossing können die Rückenschmerzen bei Schlaflosigkeit gelindert werden. Es entspannt die Muskeln und fördert die Heilung oft schon nach wenigen Minuten.

Das Tape massiert tiefer gelegene Bindegewebe, Faszien und Blut- bzw. Lymphgefäße. Mehr zu Faszien finden Sie in unserem Artikel über Faszien und Rückenschmerzen.

Wärmebehandlung: Begleitend gibt es nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Wärmeanwendungen und Akupunktur, die die Durchblutung fördern und schmerzhaft verkrampfte Muskulatur entspannen.

Warme Bäder und auch die schmerzlösenden Inhaltsstoffe von Kräuterölen bieten wohltuende körperliche und innere Entspannung. Sie fördern die Durchblutung der Muskulatur und lockern dadurch bestehende Verspannungen.

Ernährung bei Schlafstörungen: Soweit möglich sollten keine koffeinhaltigen Getränke und Rohkost vor dem Schlafen verzehrt werden. Fett- und zuckerreiche Lebensmittel als auch Zitrusfrüchte und ein voller Bauch kurbeln die Verdauung erheblich an.

Deshalb sollten sie vermieden werden. Ein klassisches Hilfsmittel für einen guten Schlaf ist warme Milch mit Honig. Das Kalzium beruhigt den Körper und hilft gegen Muskelanspannungen.

Auch ein Kräutertee vor dem Schlafengehen kann einen guten Effekt auf den Rücken und den Schlaf haben. Melisse, Lavendel oder Johanniskraut sind dafür gut geeignet. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sowohl eine ausgewogene Ernährung als auch viele Hausmittel gegen Rückenschmerzen helfen können.