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Schleimbeutelentzündung: Symptomen, Ursachen, Behandlung

Eine sehr gewöhnliche Krankheit, eine Schleimbeutelentzündung—auch Bursitis genannt—tritt auf, wenn die Schleimbeutel als Folge einer Überlastung, Erkrankung, Verletzung oder Infektion entzündet sind. Doch was sind Schleimbeutel überhaupt?

1. Was ist eine Schleimbeutelentzündung?
2. Symptome einer Schleimbeutelentzündung
4. Ursachen einer Schleimbeutelentzünung
3. Behandlung einer Schleimbeutelentzündung

Was ist eine Schleimbeutelentzündung?

Bei Schleimbeuteln handelt es sich um, mit Gelenkflüssigkeit (auch Synovia oder Gelenkschmiere genannt) gefüllte Säcke, die sich um die meisten großen Gelenke des Bewegungsapparats befinden. Schleimbeutel gelten als eine Art Puffer und helfen, Reibung an Knochen, Sehnen und Muskeln zu verringern. Es gibt viele Ursache sowie Symptomen und Behandlungsmethoden für eine Schleimbeutelentzündung. Welches diese genau sind, lesen Sie in diesem Artikel.

Symptome einer Schleimbeutelentzündung

Von Außen macht sich eine Schleimbeutelentzündung durch das Schwellen sowie Röten um das betroffene Gelenk bemerkbar. Des Weiteren kann eine spürbare Wärme beim Anfassen vorkommen. Steifigkeit um die entzündete Stelle sowie Schmerzen bei Berührung oder beim leichten Drücken der Gelenkoberfläche sind weitere Symptome. Dass es zu diesem unangenehmen Gefühl kommt, ist auf die zusätzliche Ansammlung der Gelenkflüssigkeit zurückzuführen. Bewegungsverlust oder Bewegungseinschränkung im Gelenk—mit und ohne Schmerzen—zählen auch zu den Symptomen.

Ursachen und Erscheinungsformen einer Schleimbeutelentzündung

Die häufigste Ursache einer Schleimbeutelentzündung ist eine, durch wiederkehrende Bewegungen bedingte Überlastung der Schleimbeutel. Vor allem sind bestimmte Berufsgruppen wie Handwerker und Reinigungspersonal, aber auch Büroarbeiter für eine Bursitis anfällig. Sportler – insbesondere Tennisspieler, Läufer sowie Ringer und Schwimmer – sind gefährdet für eine Entzündung.

Neben wiederholdenden mechanischen Bewegungen sind Faktoren wie schlechte Haltung oder Bewegungsform sowie Krankheiten wie Gicht oder Diabetes Auslöser einer Schleimbeutelentzündung. Des Weiteren können Entzündungen als Folge einer zusammenhängenden Erkrankung wie Artritis auftreten. Eine genauere Schilderung typischer Erscheinungsformen und Ursachen einer Bursitis finden Sie hier:

Schleimbeutelentzündungen an der Hüfte

Auch unter dem Name Bursitis trochanterica bekannt, ist diese Art der Schleimbeutelentzündung vor allem unter Frauen sowie älteren und übergewichtigen Menschen verbreitet.

Hüftverletzungen oder- Traumata

Verletzungen sind eine typische Ursache für eine Bursitis an der Hüfte. Bspw. bei einem Sturz kann die Hüfte gegen eine harte Oberfläche prallen, was wiederum den Schleimbeutel mit Blut flutet. Auch wenn das Blut wieder vom Körper aufgenommen wird, kann sich dadurch das Gewebe entzünden.

Rheumatische Arthritis und Gicht

Gelenkschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden von Menschen, die an rheumatischer Arthritis leiden. Diese Krankheit kann eine Schleimbeutelentzündung verursachen, denn die Erkrankung hat Auswirkungen auf die Gelenkinnenhaut (Synovialmembran). Eine entzündete Synovialmembran verdickt sich und erzeugt dabei zu viel Gelenkflüssigkeit, die wiederum den Schleimbeutel überfüllt und eine Bursitis verursacht.

Auch Gicht kann zu einer Schleimbeutelentzündung führen. Denn bei dieser Erkrankung findet eine schmerzende Ansammlung von Harnsäure statt, was Harnsäurekristallen (Urat) produziert. Diese verankern sich in den Gelenken. Hierdurch können Entzündungen der Schleimbeutel entstehen.

Schleimbeutelentzündung am Fuß

Wie bei anderen Formen der Schleimbeutelentzündung, ist eine Bursitis am Fuß oft ein Produkt einer Dauerreizung. Kommt es an den Fersen zu einer Entzündung durch eine schlechte Lauftechnik oder das Tragen schlecht sitzender Schuhen, spricht man von einer Achillobursitis.

Hierbei kann man von zwei Varianten einer Entzündung an den Fersen unterscheiden.

Hintere Achillobursitis

Tritt oft durch das Tragen von Schuhen wie High-Heels oder Pumps auf und ist deswegen meistens unter jüngeren Frauen verbreitet. Solche Schuhen können den hinteren Knochen an der Ferse vergrößern (was sich eine Haglund-Deformität nennt) und dabei auch den Schleimbeutel reizen.

Vordere Achillobursitis

Diese Variante ist das Produkt einer Überbelastung an den Achillessehnen. Diese kann neben Verletzungen und Erkrankungen des Schleimbeutels ebenfalls vom Tragen unpassender Schuhen stammen. Bspw. ist diese Art der Schleimbeutelentzündung oft auf Schuhe mit an den Fersen drückenden Kappen zurückzuführen.

Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen

Eine Bursitis am Ellenbogen (Olecranon bursitis) hat neben den o.g. Faktoren wie rheumatischer Arthritis, Gicht oder einer Infektion ihren Ursprung in der mechanische sowie Drucküberlastung des Gelenks. Das Ausüben wiederholender Bewegungen bei Sportarten wie Golf und Tennis sowie ständiges Lehnen des Ellbogens, am Tisch, sind gängige Ursachen. Aus diesem Grund redet man bei der zuletzt genannten Ursache von einem sog. “Studentenellenbogen”. Diese Variante einer Schleimbeutelentzündung entsteht durch den Druck, der auf den Ellbogen, durch das ständige Liegen auf einem Tisch, ausgeübt wird. Dies führt zu einer Überbeanspruchung des äußeren Gelenks und kann in manchen Fällen zu einer Entzündung des Schleimbeutels führen.

Schleimbeutelentzündung im Knie

Neben Auslösern wie Infektionen oder Arthritis, kommt es zu einer Bursitis im Knie aufgrund einer starkten Überlastung bspw. durch Sportarten, wie Ringen. Außerdem sind Berufe, bei denen man viel Zeit kniend verbringt, typische Auslöser. Hier gelten z.B. Fliesenleger als besonders anfällig für eine Entzündung im Knie.

Behandlung einer Schleimbeutelentzündung

Je nach Ausprägung der Beschwerden gibt es verschiedene Behandlungsarten, um die Symptome einer Schleimbeutelentzündung zu lindern.

Sowie bei fast alle Krankheiten, ist die Behandlung durch eine frühe Erkennung sowie eine aktive Vorbeugung des Problems am Erfolgreichsten. Bei Entzündungen der Schleimbeutel durch Überlastung, werden regelmäßige Pausen empfohlen. Ebenfalls stellen Übungen zur Stärkung der Muskulatur, um die Schleimbeutel, sowie Dehnungen vor und nach dem Sport weitere präventive Maßnahmen dar.

Im Falle einer Entzündung der Schleimbeutel, können diese oft konservativ behandelt werden. Das Schonen der betroffen Stelle und die Veränderung des Gehverhaltens sowie der Sitzhaltung, zur Entlastung der betroffenen Stellen, gelten oft als die ersten Schritte einer solchen Behandlung.

Genauso wie bei sonstigen Gelenkschmerzen oder Rückenschmerzen können Massagen bei einer Schleimbeutelentzündung Linderung bieten. Das Massieren um die entzündete Stelle regt die Durchblutung an und und reduziert Schwellungen sowie Steifheit. Selbstverständlich sollte man im Vorab mit einem Arzt klären, ob dieser Ansatz der richtige ist. Massagen sollte man aber definitiv Vermeiden, wenn die Entzündung von einer Infektion stammt.

Medikamente für Schleimbeutelentzündungen

Zur medikamentösen Behandlung werden oft Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) wie bspw. Aspirin oder Ibuprofen zum Abbau der Schwellungen und Schmerzen verwendet. Haben diese Methoden keine Wirkung, greift man oft als nächsten Schritt auf Kortikosteroid Injektionen. Hierbei spritzt der Arzt den Wirkstoff mit Hilfe von Ultraschall direkt in den Schleimbeutel.

Verbessern sich die Symptome über einen längeren Zeitraum hinaus nicht, kann eine operative Behandlung in Erwägung gezogen werden. Eine Möglichkeit besteht darin, den betroffenen Schleimbeutel komplett zu entfernen – eine sog. Bursektomie.