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Traditionelle Thai Massage: Eine Begriffserklärung

Willkommen beim ersten Beitrag unserer mehrteiligen Serie um das Thema “Massagen um die Welt”. In diesem Artikel nehmen wir die traditionelle Thai Massage unter die Lupe und erklären den Ursprung, Verbreitung und Anwendung dieser beliebten Massageart.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Was sind traditionelle Thai-Massagen?
  2. 2. Wie läuft eine Thai Massage ab?
  3. 3. Gesundheitliche Vorteile einer Thai-Massage
  4. 4. Das wichtigste in Kürze

Was sind traditionelle Thai Massagen?

Man muss nicht in Südostasien gewesen sein, um eine traditionelle Thai Massage zu erleben. Denn diese Massageart lässt sich inzwischen auch in Europa genießen. Doch es war nicht immer so. Bis in die 80er galt die traditionelle Thai-Massage als relativ unbekannt im Westen.

Seit den 90er Jahren – unter anderem wegen der Veröffentlichung des Buches “Die Kunst Traditioneller Thai Massagen” von Harold Brust – hat die Massageart enorm an Beliebtheit in Deutschland gewonnen. Aber was ist eigentlich eine Thai Massage? Und wie ist sie entstanden?

Die traditionelle Thai Massage ist eine uralte Heilkunst, die aus passiven Dehnbewegungen und Streckpositionen sowie Gelenkmobilisationen und Druckpunktmassagen besteht. Diese wurden vom Yoga entlehnt, was auf die indische Wurzeln dieser Stilrichtung zurückzuführen ist.

Thailändische Massagen zielen darauf ab, sowohl den Geist als auch den Körper zu behandeln. Bei der seelischen Heilung hat man hierbei mit sog. Sen-Lienen zu tun. Diese werden als Energielinien gedeutet, die den ganzen Körper durchfließen. Schlechte Ernährung, Stress, Unfälle oder sonstige gesundheitliche Probleme können der Theorie nach dazu führen, dass eine der zehn Hauptlinien blockiert wird.

Damit der natürlicher Heilungsprozess des Körpers in Schwung kommt und die physische sowie körperliche Balance wiederhergestellt werden kann, wird der Körper entlang dieser Linien massiert, gedrückt und sogar geschaukelt. Sen-Linien (auch Sip Sen genannt) haben ihren Ursprung in ayurvedische Prinzipien, ein medizinisches System vom indischen Subkontinent. Entwickelt wurde es von einem Arzt namens Jivaka Kumar Bhaccha, ein renommierter Mediziner, der zu Lebenszeiten Buddhas Ruhm fand. Es wird angenommen, dass seine Methoden durch buddhistischen Mönche von Indien nach Südostasien überliefert wurden.

Wie läuft eine traditionelle Thai Massage ab?

Normalerweise dauert eine traditionelle Thai Massage circa 60 Minuten, wobei auch problemlos bis zu 120 Minuten möglich sind. Dabei wird der gesamte Körper massiert. Hier ist ein Beispiel von einem Ablauf einer typischen traditionellen Thai Massage:

Vor Beginn der Massage wird ein Anamnesegespräch geführt, damit der Masseur herausfinden kann, ob empfindliche Stellen an dem zu Massierenden vorhanden sind.

Als nächstes legt man sich auf eine, auf dem Boden liegende Matratze. Generell fängt der Masseur an den Füßen an, denn das Drücken der Fußsohlen macht das Nervensystem munter und regt die Durchblutung an.

Von dort aus, arbeitet sich der Masseur zu den Beinen hoch. Diese Gliedmaßen gelten als ein besonders wichtiger Teil der Massage, da sie einen großen Teil der Muskulatur des Körpers ausmachen und eine bedeutende Rolle bei der Rückführung von Blut ins Herz spielen.

Nach ca. 40 Minuten geht’s schrittweise höher am Körper zum Rücken. Anschließend wird sich der Schulterpartie und dem Nacken gewidmet.

Abschließend werden die Armen, Bauch und Taille massiert und manchmal sogar das Gesicht und der Kopf, um den Körper zu wärmen.

Gesundheitliche Vorteile einer traditionellen Thai Massage

Die spirituellen Vorteilen einer Thai Massage lassen sich intensiv diskutieren. Schwierig wird es allerdings, wenn man an den körperlichen Vorteilen dieser Massageart zweifelt. Da Endorphine nach einer Massage ausgeschüttet werden, fühlt man sich oftmals so großartig. Zum anderen werden bei einer Thai Massagen Muskelverspannungen gelöst.

Einer Studie zufolge, sind Thai Massagen sogar zusammen mit der klassischen Schwedischen Massagen hilfreich gegen Rückenschmerzen, die auf myofasziale Triggerpunkte (MTrP) zurückzuführen sind. MTrP gehören zu den gängigsten Auslöser von akuten und chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat. Die Autoren der Studie sind zu dem Schluss gekommen, dass insbesondere die Thai Massage als alternative medizinische Grundversorgung für diese Erkrankung in Betracht gezogen werden sollte.

Nochmal das wichtigste in Kürze:

Die traditionelle Thai Massage hat ihren Ursprung in Indien. Jivaka Kumar Bhaccha – der zu den Zeiten Buddhas lebte – gilt als der Vater der Massageart. Erst viele Jahre später ist die Methode (vermutlich über Myanmar) nach Thailand gewandert. Seit den 80ern gewann die Thai Massage zunehmend im Westen an Popularität.

Die Massage findet bekleidet und ohne Öl statt. Sie kann bis zu zwei Stunden dauern. Hierbei wird nicht auf einer Massageliege, sondern auf einer Matratze gearbeitet.

Zumeist beginnt die Massage an den Füßen. Masseure drücken mit Handflächen, Ellbogen, Daumen oder anderen Körperteilen. Zusätzlich werden passive Dehnungs- und Streckpositionen eingesetzt.

Baut Stresshormone ab und löst Muskelspannungen. Menschen, die aufgrund der myofaszialen Triggerpunkte Schmerzen haben, können Thai Massage gegen Rückenschmerzen einsetzen.