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Blog für Smart Corporate Health

Wellnow BGM FAQ

Oftmals sind Definitionen im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements nicht 100% klar, weshalb ein BGM FAQ Orientierung schafft.

Wellnow arbeitet selbst mit diesen Definitionen, welche teilweise auch vom Gesetzgeber, z.B. im Bereich Arbeitsschutz definiert werden.

Diese Fragen sind eine gute Orientierung für Ihre ersten Schritte in der Gesundheitsförderung!

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Was bedeutet BGM?
  2. 2. Was ist BGM bzw. Betriebliches Gesundheitsmanagement?
  3. 3. Was gehört zu BGM?
  4. 4. Was sind Gründe für BGM?
  5. 5. Warum ist BGM wichtig?
  6. 6. Ist BGM eine gesetzliche Pflicht?
  7. 7. Was sind Empfehlungen für ein erfolgreiches BGM?
  8. 8. Was sind Maßnahmen im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung?
  9. 9. Was ist BGM der Zukunft?

Was bedeutet BGM?

BGM steht für Betriebliches Gesundheitsmanagement und hat die Förderung der Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitenden als Ziel.

Was ist BGM bzw. Betriebliches Gesundheitsmanagement?

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) umfasst die zielgerichtete Planung und Steuerung aller gesundheitsbezogenen Aktivitäten einer Organisation d.h. alle Aktivitäten, um die Gesundheit, Leistung und den Erfolg für den Betrieb und alle seine Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Darüber hinaus schafft BGM den strukturellen Rahmen für alle in einer Organisation geleisteten Arbeitsprozesse zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit der Beschäftigten.

Was gehört zu BGM?

BGM umfasst die drei Säulen: Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebliches Eingliederungsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung.

Was sind Gründe für BGM?

Die Gründe für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement können stark variieren und sind oftmals individuell. Fünf gute Gründe sind z.B.:

  1. 1. Fachkräftemangel – Wenn sie Fachkräfte für ihr Unternehmen gewinnen möchten, stellt ein etabliertes BGM einen attraktiven Anreiz für potenzielle Bewerber dar.
  2. 2. Demografischer Wandel – Durch den demografischen Wandel fehlt es auf dem Arbeitsmarkt nicht nur an qualifizierten Fachkräften, die Altersstruktur in Unternehmen steigt das bedeutet der Altersdurchschnitt in Unternehmen nimmt zu und die Mitarbeitenden müssen immer länger arbeiten. Die Einführung eines BGM fördert nachhaltig die Gesundheit der Belegschaft.
  3. 3. Digitalisierung – Im Zuge der Digitalisierung entstehen neue Belastungen sowohl physisch als auch psychisch für ihre Belegschaft. Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter/innen sind in diesem Zusammenhang für die Zukunft von großer Bedeutung.
  4. 4. Werte und Normen – Die Ansprüche an Unternehmen steigen seitens der Angestellten. Für die steigenden Belastungen im Berufsalltag, wünschen sich die Mitarbeitenden einen höheren Stellenwert für ihre Gesundheit innerhalb ihres Berufsalltags, Stichwort: Work-Life-Balance.
  5. 5. Steigerung des Unternehmensergebnisses und der Rentabilität – Gesunde und motivierte Mitarbeitenden sind produktiver und leistungsfähiger, dies können sie mithilfe von BGM-Maßnahmen erreichen indem sie z.B. das Wohlbefinden ihrer Angestellten mit hilfe einer BGF-Maßnahme wie Massage oder Yoga steigern.

Warum ist BGM wichtig?

Die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen nahmen zwischen 1997 bis 2007 um 226% zu laut dem Gesundheitsreport 2018. Neben den Muskel-Skelett Erkrankungen stehen sie damit an zweiter Stelle als Ursache von Fehltagen. An dieser Stelle setzt BGM an, um die Kosten von Krankheits- und Produktionsausfälle zu verringern.

Neben sinkende Arbeitsunfähigkeitsraten und aufgrund dessen rückläufige Krankheitskosten, wird das Unternehmen indirekt im Bereich der Lohnnebenkosten entlastet. Zudem ist BGM wichtig um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern, dies wird erreicht, indem ein vorhandenes BGM dazu beiträgt, dass die Mitarbeitenden sich besser mit dem Unternehmen identifizieren können und motivierter sind.

Ist BGM eine gesetzliche Pflicht?

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz (AGS) und das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) sind für Arbeitgeber in Deutschland Pflicht. Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist ein freiwilliges Instrument.

Was sind Empfehlungen für ein erfolgreiches BGM?

Empfehlungen für ein erfolgreiches BGM:

  1. 1. Ein klares Konzept haben
  2. 2. BGM ins Leitbild des Unternehmens integrieren
  3. 3. Rückhalt auf Führungsebene
  4. 4. Einen BGM-Beauftragten einstellen
  5. 5. Einen Steuerkreis bilden
  6. 6. Bedürfnisse des Unternehmens berücksichtigen
  7. 7. Angestellte partizipativ mit einbeziehen um eine aktive Beteiligung zu generieren
  8. 8. Nachhaltig und langfristig planen
  9. 9. Unterschiede BGM und BGF?

BGM bildet in einem Unternehmen das Dach unter dem die drei Säulen: Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebliches Eingliederungsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung stehen. Die durch das BGM entstandenen nachhaltige Strukturen und Prozesse müssen vorhanden sein, um die betriebliche Gesundheitsförderung konstant vorantreiben. Die genaue Differenzierung ist: BGF beinhaltet die Durchführung dieser Strukturen und der BGM-Prozesse und das BGM bildet den Rahmen und damit das Vorhandensein solcher.

Was sind Maßnahmen im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung?

BGF umfasst Maßnahmen und Strategien, um die Gesundheit der Belegschaft zu fördern und deren Gesundheitspotenziale zu nutzen. Sie lassen sich in Verhaltens- und Verhältnisbezogene Maßnahme einteilen. Beispiele dafür sind:

  1. • Verhaltensbezogene Maßnahmen: Rückenschulkurs, Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung
  2. • Verhältnisbezogene Maßnahmen: Klare Pausenregelung, Ergonomische Bürostühle/ Maus, Helle Räume

Was ist BGM der Zukunft?

Unternehmen stehen vor der Herausforderung des demografische Wandels, die Menge und Komplexität der Aufgaben nehmen zu. Eine hohe Leistungsfähigkeit bei schneller getakteten Arbeitsabläufen und Arbeitsunterbrechungen beeinflussen die Gesundheit der Mitarbeitenden.
Führungskräfte haben einen wichtigen Stellenwert im Bezug auf ein erfolgreiches BGM, gleichzeitig sind die selbst “Mitarbeiter” die Unterstützungsangebote brauchen um ihre Angestellten gut zu führen und sich vor Erkrankungen wie “Burnout” zu schützen.