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Stressmanagement

Stressmanagement ist heutzutage mehr als nur ein grober Begriff für ein paar mal tief Luft holen und kurz zur Ruhe zu kommen. Heute steht Stressmanagement für alle Methoden und Strategien die darauf abzielen Stress zu verhindern, zu reduzieren oder sogar komplett loszuwerden.

Nötig ist das Ganze, da laut einer Statista Umfrage jeder vierte Deutsche Stresssymptome zeigt. Zurückzuführen sind diese häufig auf Stress am Arbeitsplatz, da jeder Zweite der 40 bis 60 Jährigen und mehr als jeder Dritte der 18 bis 39 Jährigen angibt sich nach der Arbeit verbraucht zu fühlen.

Wenn es Ihnen ähnlich geht, zeigen wir Ihnen im Folgenden wie Sie Stress am besten erkennen und vermindern können.

1. Welche Arten von Stress gibt es und wie äußern diese sich?

2. Was sind typische Ansätze des Stressmanagements?

2.1 Instrumentelles Stressmanagement

2.2 Kognitives Stressmanagement

2.3 Palliatives-regeneratives Stressmanagement

3. Welche einfachen Methoden gibt es Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren?

Welche Arten von Stress gibt es und wie äußern diese sich?

Was viele Leute nicht wissen ist, dass es zwei Arten von Stress gibt und eine davon wird von vielen Leuten aktiv angestrebt.

Im Grunde ist Stress nicht mehr und nicht weniger als eine Aktivierungsreaktion des Körpers. Diese Aktivierungsreaktion kann sowohl positiv als auch negativ sein, was wiederum von unserer Wahrnehmung der Stressfaktoren abhängt.

Wenn wir die Stressfaktoren als positiv wahrnehmen und daraufhin auch eine positive Aktivierungsreaktion erfolgt, so nennt man diese Art des Stresses „Eustress“. Können Sie sich positive Stressfaktoren nicht vorstellen? Hier ein Beispiel: Wenn Sie in einem Vergnügungspark in einer Achterbahn mitfahren, werden Stresshormone ausgeschüttet. Diese Ausschüttung ist hier das Ziel  dieser Aktion, denn wenn man in einer Achterbahn mit fährt, will man in der Regel einen gewissen Nervenkitzel bestehend aus Angst und Vorfreude erreichen, welcher nichts weiter ist als positiver Stress.

Wenn Sie jedoch kein großer Fan von rasanten Achterbahnfahrten und ruckartigen Bewegungen sind und eigentlich nur im Wagon sitzen, weil Sie Ihrem Kind oder Partner eine Freude bereiten wollten, dann ist es ziemlich sicher davon auszugehen, dass sie gerade negativen Stress oder auch „Distress“ erfahren. In diesem Fall nehmen Sie den Stressfaktor, hier die kommende Achterbahnfahrt, als negativ und beängstigend wahr, wodurch Ihr Körper andere Stresshormone ausschüttet als in der ersten Situation.

Wenn man diesem negativem Stress lange ausgesetzt ist, können häufig psychosomatische Symptome, z.B. in Form von Rückenschmerzen, auftreten.

Was sind typische Ansätze des Stressmanagements?

Im Folgenden möchten wir Ihnen die drei wichtigsten Ansätze des Stressmanagement vorstellen, welche sich über jahrelange Stressforschung herauskristallisiert haben.

Instrumentelles Stressmanagement

Das instrumentelle Stressmanagement beschreibt die langfristigste und nachhaltigste Methode des Stressmanagements. Hierbei liegt der Fokus darauf die Ursachen für den Stress ausfindig zu machen, zu reduzieren und auszuschalten. Da dieser Ansatz sehr allgemein gefasst ist und erst über einen längeren Zeitraum zum Spannungsabbau führt, wird er häufig in Kombination mit den beiden folgenden Ansätzen angewandt.

Kognitives Stressmanagement

Der zweite Ansatz, das kognitive Stressmanagement, setzt eine individuelle Einstellungsveränderung voraus. Hierbei analysiert man zusammen mit dem „Betroffenen“ dessen eigenes Bewertungssystem und Motive. Dieser Ansatz ist besonders wirksam bei Personen, welche sich selbst am meisten Druck machen und sehr zielstrebig sind.

Palliatives-regeneratives Stressmanagement

Das palliative-regenerative Stressmanagement bezeichnet einen emotionsorientierten Ansatz. Hier versucht man die emotionale und damit auch physische Reaktion auf Stress beim Betroffenen abzumindern, ihn sozusagen etwas zu desensibilisieren für Stress. Damit vermindert sich das Anspannungsgefühl in zukünftigen Stresssituationen. Allerdings riskiert man mit diesem Ansatz immer auch, dass der Betroffene in zukünftigen Situationen „zu entspannt“ auf Druck reagiert und z.B. Deadlines nicht mehr ernst nimmt.

Welche einfachen Methoden gibt es Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren?

Die effektivste Methode Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren ist das Betreiben von betrieblichem Gesundheitsmanagement. Hierbei werden verschiedene Gesundheitsangebote in der Firma vor Ort durchgeführt um die Mitarbeiter zu entlasten. Wenn Sie solche Health Benefits in Ihrem Unternehmen noch vermissen finden Sie bei Wellnow viele Auswahlmöglichkeiten und Informationen zur Umsetzung einzelner Services.

Weitere Methoden zur Stressbewältigung befassen sich mit unserer eigenen Einstellung.

Wie bereits bei dem palliativen-regenerativen Ansatz erwähnt, machen sich besonders Leute mit großen Ambitionen oft selbst die Arbeit stressiger als sie eigentlich sein muss. Hier helfen 3 ganz einfache Tipps:

– Meiden sie starke Formulierungen wie „ich muss“ oder „ich kann      nicht“

– Akzeptieren Sie Ihre Verantwortung am Arbeitsplatz und stellen Sie  sicher, dass Sie sich nicht an manchen Stellen die Verantwortung andere übernehmen

– Formulieren Sie ihre Ziele zuversichtlich und positiv mit Phrasen wie „ich werde“ oder „ich kann“

Für Leute die jedoch Stress hauptsächlich an externen Faktoren fest machen hilft eine altbewährte Methode: Sport. Obwohl diese Methode der Stressbewältigung sehr bekannt ist, wird sie trotzdem noch zu selten genutzt. Besonders Gruppensportaktivitäten können gestressten Arbeitern Entspannung verschaffen, denn hier wirkt das Gemeinschaftsgefühl sehr stark. Des Weiteren werden Sie sich auch alleine schon dadurch entspannen, dass Sie sich komplett auf Ihren eigenen Körper konzentrieren und Ihren Kopf für ein paar Minuten „abschalten“ können, da Sie nichts weiter tun müssen als stur den Anweisungen Ihres Trainers zu folgen. Eine optimale Variante solche Sportaktivitäten in den Arbeitsalltag einzubauen ist z.B. Business Yoga. Diese helfen die mentale und körperliche Regenertion nach einem langen Arbeitstag anzukurbeln.

Eine weitere Methode des Stressmanagements ist das Betreiben von Zeitmanagement. Dieses lässt sich in ganz einfachen Schritten schnell selbst regulieren. Sie beginnen damit sich eine To-Do-Liste zu erstellen, wobei Sie jedem Punkt eine bestimmte Wertung zuordnen, um später priorisieren zu können. Nun bestimmen Sie fixe Zeiten, die festlegen wie lange Sie sich mit einer Aufgabe beschäftigen werden. Tragen Sie jetzt Ihre Liste, mit allen dazugehörigen Werten, in einen Kalender ein. Um besonders effektiv zu sein, schauen Sie sich im letzten Schritt noch einmal auf ihrem Schreibtisch um und stellen Sie sicher, dass alle störenden oder ablenkenden Gegenstände entfernt werden.

Zeitmanagement

Letztendlich ist es wichtig einen Ausgleich zu Ihrem Arbeitsalltag zu schaffen. Wenn Sie den ganzen Tag am Computer sitzen, werden Ihnen auspowernde Sporteinheiten helfen zur Ruhe zu kommen. Beinhaltet Ihre Arbeit jedoch schwere körperliche Anstrengungen, so kann Ihnen gepflegtes Zeitmanagement helfen den Tag so zu organisieren, dass Sie am Ende sogar noch ein-zwei Stunden zum Entspannen übrig haben.